Ihre Wut treibt sie an

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Junge Punk-Musikerinnen hauchen dem Altherren-Genre Rockmusik neues Leben ein. Sie singen davon, was sie wollen – oder eben nicht. Und begeistern damit auch Männer.

Von Murièle Weber (NZZ am Sonntag)

Bono von U2 sagte kürzlich dem Magazin «Rolling Stone»: «Ich denke, die Musik ist zu mädchenhaft geworden. Als ich 16 war, hatte ich eine Menge Wut in mir. Du musst einen Platz für sie finden und für die Gitarren. Sobald etwas konserviert wird, ist es verdammt noch mal vorbei. Denn was ist Rock’n’Roll im Kern? Wut!» 

Bei allem Sexismus, dessen sich Bono schuldig macht, muss man sagen: Der Mann hat recht. Am Anfang guter Rockmusik steht Wut. Und wer hat davon am meisten? Junge Frauen. Bono hat nämlich übersehen, dass der Rock nicht generell konserviert wird, sondern dass sich sehr viel tut auf dem Feld der Gitarrenmusik. Die Altherren-Musik bekommt gerade frisches Blut aus der Punkszene. Jenem Genre also, das die Rockmusik schon einmal gerettet hat. Und in dessen pulsierendem Innersten stehen junge Frauen mit viel Wut und noch mehr Talent. 

Als die Punks Ende der siebziger Jahre schreiend und ihre Gitarren schrammend auf der Weltbühne polterten, war die Rockmusik am Ende. Sie hatte sich in seichte Melodien mit kitschigen Texten verrannt und wartete Dornröschen ähnlich auf ihre Wiederbelebung. Die Punks wollten dem Rock’n’Roll die Seele zurückgeben: die einfachen harten Gitarrenriffs, die schnellen Beats eines Schlagzeugs und einen kurzen prägnanten Text, den man mitgröhlen konnte – und eben die Wut. Damit küssten sie Dornröschen nicht zärtlich wach, sondern traten ihm ziemlich unsanft mit ihren Doc-MartensSchuhen in den Allerwertesten. 

Do-it-yourself-Philosophie

Die Wirtschaftskrise der 1970er und die konservative politische Wende mit Ronald Reagan und Margaret Thatcher gaben genug Stoff her für wütende Texte gegen die Staatsmacht. Die Ramones schrien in «Blitzkrieg Bop»: «Schiesst ihnen in den Rücken.» Dabei erklärten sie nie, um wen es sich bei diesem «ihnen» handelte, aber allen war klar: die Polizei. Und The Clash sangen in «I Fought the Law»: «Ich bekämpfte die Staatsgewalt und ich verlor.» 

The Clash – «I Fought the Law»

Punk war immer der Ort für junge Wut, weil die Musik schnell und hart ist. Aber vor allem auch, weil Punk zum Einstieg keine grossen musikalischen Fertigkeiten verlangt; trotzdem sind viele Punkmusiker grossartige Talente. Im Zentrum steht die Do-it-yourself-Philosophie: Jeder kann zwei Gitarrenakkorde lernen und aufs Schlagzeug einhauen. Bis heute wird vor allem der politische Punk wahrgenommen, dabei drehen sich viele Songs um Wut und Verletzungen im privaten Bereich. Die Buzzcocks sangen in «What Do I Get»: «Ich will eine Geliebte, wie jeder andere auch. Aber was bekomme ich? Nur eine platonische Freundin.»

Anfang der 1980er wurde Punk zwar für tot erklärt, aber er lebte an den Rändern des Pops weiter und stimulierte die Gitarrenmusik. So auch jetzt. Bands wie Sheer Mag, Snail Mail, Daddy Issues, Diet Cig oder Sad13 und viele weitere bestehen ganz oder hauptsächlich aus Frauen und machen intelligente und elektrifizierende Gitarrenmusik im Garagen- und Lo-Fi-Stil. 

War on Women – «Capture the Flag»

Die meisten dieser Bands waren bereits am prestigeträchtigen South-by-SouthwestMusikfestival (SXSW), aber im Mainstream sind sie noch nicht angekommen. Gerade das macht ihren Charme aus. Ihre Musik ist noch nicht geglättet, sondern rau, verschroben, zerbrechlich. Dabei reicht ihr Spektrum vom harten und wütenden Punksound von War on Women über den lüpfigen Punk von Diet Cig bis zur sanfteren Indiemusik mit Vagabon oder Cayetana und allem dazwischen. 

Da ist zum Beispiel die vom Siebziger-Jahre-Punk inspirierte Band Sheer Mag aus Philadelphia mit Frontfrau Tina Halladay. Die machen vor allem politische Musik für unsere Zeit. In «Expect the Bayonet» singen sie intelligent analysierend: «Aus dem Leid schufen wir einen fragilen Staat aus Blut und Launen, gemacht für reiche Männer in ihrer weissen Haut, aber Leute, mutigere als ich, standen auf gegen die Lüge. Wenn ihr uns nicht das Recht zu wählen gebt, dann erwartet euch das Bajonett.» Auf dem gleichen Album «Need to Feel Your Love» haben sie mit «(Say Goodbye to) Sophie Scholl», der hingerichteten deutschen Studentin, die mit ihrer Widerstandsgruppe Weisse Rose gegen die Naziherrschaft kämpfte, ein Denkmal in Form eines Protestsongs gesetzt.

Sheer Mag – «Expect the Bayonet»

Ohne moralische Predigten

Dabei ist nicht nur die Botschaft wichtig, sondern auch die physische Präsenz. In der «New York Times» sagte Tina Halladay von Sheer Mag: «Ich denke, viele Frauen sind an sich politisch, einfach weil sie als Frontfrau auf der Bühne stehen.» Und Sophie Allison von Soccer Mommy beschrieb im gleichen Interview das Publikum an vielen Konzerten von Frauenbands: «All diese Männer, die laut die Texte mitsingen über Liebe und alles andere. Ich denke, dass hilft bei der Demontage von toxischer Maskulinität.» 

Es handelt sich bei diesen Bands und ihren Zuhörern eben nicht um eine feministische, männerfreie Blase. Sheer Mag zum Beispiel besteht aus vier langhaarigen Typen, aber an vorderster Front steht eine Frau. Und auch im Publikum finden sich viele Männer. Aber interessanterweise sind die meisten anderen Bands dieser Musikwelle fast ausnahmslos weiblich. Es könnte ein Zufall sein, dass Frauen gerade die interessantere Gitarrenmusik machen, oder es ist eben die Wut, die diese Frauen antreibt und von der Frauen noch immer genügend haben. 

Selbstverständlich tragen die Bands auch etwas zur MeToo-Debatte bei – nicht mit moralischen Predigten; sie sagen ihrem männlichen Publikum im Detail, was sie und die meisten Frauen wollen oder eben nicht. «Du läufst auf mich zu, streitsüchtig, und erlaubst mir noch, meinen Satz zu beenden. Deine Gegenwart lenkt mich ab. Du schreist über jeden Satz. Du stehst zu nahe», singt Allison Crutchfield aus Alabama in «Mile Away». Und die Dichterin Sadie Dupuis singt unter dem Pseudonym Sad13 in «Get a Yes»: «Leg mir bloss keine Worte in den Mund. Du kannst nicht einfach wissen, was ich will. Deshalb versuche ich es dir zu sagen, was ich will. Ich sage Ja zum Kleid, wenn ich es anziehe. Ich sage Ja, wenn du es mir ausziehen willst. Ich sage Ja zu deiner Berührung, wenn ich deine Berührung will.» 

Die Musikerinnen schreiben auch über Beziehungen. Manchmal ist es eine amüsante Abrechnung mit dem Ex. Daddy Issues aus Nashville singen in «Dog Years»: «Wir werden nie Freunde sein. In Hundejahren bist du bereits tot.» Cayetana aus Philadelphia wiederum sind selbstkritisch: «Du siehst meine hässlichen Teile, die ich dir nie zeigen wollte. Wirst du mich noch lieben, mit all diesen kranken Gedanken im Kopf?» 

Daddy Issues – «Dog Years»

Wie von Bono gewünscht, kommen auch die Teenager zu Wort. Lindsey Jordan von Snail Mail ist 17 Jahre alt und war schon am SXSW. In «Thinning» schrammen die Gitarren, bevor sie davon singt, ein unsicherer und ratloser Teenager zu sein: «Ich frage mich die ganze Zeit: Bin ich das wirklich? Und ich weiss es nicht. Und ich fühle mich eklig.»

Hier wird nichts konserviert. Die Wut ist da, genauso wie das musikalische Talent, die politische Botschaft, die nachdenkliche Analyse, der frische Wind und das Können. Bono guckt nur am falschen Ort. Die Frauen haben schon immer eine Rolle gespielt in der Rockmusik, man denke nur an Pattie Smith oder Blondie. Und auch dieses Mal werden die jungen Frauen die Gitarrenmusik mit frischem Blut versorgen.

SXSW-Festival

Das South-by-Southwest-Festival im ­texanischen Austin ist ein wichtiges Sprungbrett für Indie-Rock-Musiker. Es findet seit 1987 statt, mit Programmen zu Musik, Film, Comedy und Neue Medien. Snail Mail schafften 2017 am SXSW den Durchbruch.

Snail Mail – «Thinning»

Serien-Täterinnen

In Hollywoodfilmen fehlen sie immer noch: Vielschichtige Rollen für Frauen über vierzig. Umso mehr von ihnen findet man in Fernsehserien.

Von Murièle Weber

Aus dem Blickwinkel von Kindern sind Mütter oft böse. Denn sie haben die Macht, ihnen etwas zu verbieten. So empfindet das auch die 16-jährige Max (Mikey Madison), als ihre Mutter Sam (Pamela Adlon) sich weigert, Marihuana für sie zu kaufen. «Dabei könntest du so sicherstellen, dass ich nur gutes Gras rauche», findet Max. Später muss Sam sich im Einkaufszentrum von einer Frau anstarren lassen, als ihre Jüngste in Tränen ausbricht. «Sie weint, weil ich ihr die Ohrringe nicht gekauft habe», erklärt sie. «Wollen Sie sie ihr kaufen? Nein? Dann hören Sie auf mich so anzustarren.» 

Die Schauspielerin Pamela Adlon hat mit «Better Things» (seit 2016) ihre erste Serie geschrieben. Dafür und für ihre beissende Direktheit applaudiert man ihr aus tiefem Herzen. Adlon, die man als Marcy Runkle aus «Californication» kennt, bezieht die Inspiration für ihre semiautobiografische Serie «Better Things» aus ihrem Alltag als alleinerziehende dreifache Mutter. Im Gegensatz zu Kinofilmen wie «Bad Moms», in denen selbst das Scheitern von Müttern glorifiziert wird, sieht man Sam des Öfteren beim Putzen und Aufräumen. Und sie darf auch einmal frustriert und muffig sein.

«Better Things» ist nur ein Beispiel für viele Serien, bei denen Frauen im Mittelpunkt stehen, während Hollywood immer noch nur vereinzelte interessante Hauptrollen für Schauspielerinnen bereithält. 2015 war mit oscarnominierten Filmen wie «Carol», «Joy», «Brooklyn» und «Room» zwar kein schlechtes Jahr für Frauen, aber bei den diesjährigen Nominierten, «Moonlight», «Hacksaw Ridge», «Manchester by the Sea», stehen wieder Männer im Mittelpunkt. 

Das Fernsehen hingegen war schon immer auch ein Frauenmedium und auch progressiv. Radio-Seifenopern, die speziell für Frauen konzipiert wurden, um Seifenprodukte zu bewerben, schafften bereits 1946, im Jahr des ersten regulären Fernsehprogramms, den Sprung auf den Bildschirm. Es folgten Klassiker wie «I Love Lucy» (1951–57), mitkonzipiert von der Hauptdarstellerin, genauso wie die «Mary Tyler Moore Show» (1970–77), die sich um eine unverheiratete und unabhängige Karrierefrau drehte. In den achtziger Jahren folgte die Polizei-Serie «Cagney & Lacey». Was der erste weibliche Buddy-Film hätte werden sollen, wurde zur Serie, weil kein Filmstudio Interesse zeigte. Alle drei Serien waren erfolgreich bei Kritikern und hatten hohe Einschaltquoten. 

Frauen nützen ihre Macht

Schauspielerinnen äussern sich regelmässig dazu, dass die Rollenangebote spätestens nach dem vierzigsten Geburtstag drastisch abnehmen. Maggie Gyllenhaal machte publik, dass man sie mit 37 für zu alt hielt, um noch die Geliebte eines 55-Jährigen zu spielen. Und Meryl Streep formulierte es so: «Filme spiegeln die Phantasien vieler Leute wider. Die meisten Filmstudios werden von Männern geführt, und in ihren Phantasien kommen nun einmal keine Frauen vor, die wie ihre erste Ehefrau aussehen.» Statt als Liebhaberin eines alten Mannes übernahm Gyllenhaal 2014 dann die Hauptrolle als einflussreiche Politikerin in der brillanten und mehrfach ausgezeichneten Miniserie «The Honourable Woman». Viele andere preisgekrönte Filmschauspielerinnen taten Ähnliches. Glenn Close spielte in «Damages», Holly Hunter in «Saving Grace», Jessica Lange in «American Horror Story» und Kathy Bates in «Harry’s Law».

Wenn eine Frau die sechzig überschritten hat und nicht Meryl Streep heisst, werden die Rollen noch weniger. Bahnbrechend waren da die «Golden Girls» (1985–1992). Sie zeigten: Mit sechzig ist das Leben noch lange nicht vorbei. Lange bevor «Sex and the City» auch nur als Idee existierte, sassen die vier alten Frauen um ihren Küchentisch, assen Quarktorte und diskutierten über ihr Sexleben. Dabei ging es auch um gleichgeschlechtliche Ehen oder Aids. Plötzlich waren alte Frauen nicht nur im Fernsehen sichtbar, ihre Körper hörten auch nicht mehr am Hosenbund auf. 

«Grace and Frankie» (seit 2015) hob die Alterslimite sogar auf fast achtzig an. Jane Fonda (Grace) und Lily Tomlin (Frankie) verkörpern darin zwei Frauen, die aus allen Wolken fallen, als ihre Ehemänner ihnen eröffnen, ineinander verliebt zu sein und heiraten zu wollen. Während die esoterische Frankie im Drogenrausch Halt sucht, will die kontrollsüchtige Grace zurück in die Arbeitswelt. Schliesslich ringen die gegensätzlichen Frauen um eine Freundschaft. Denn wer könnte besser verstehen, was sie gerade durchmachen? Abgesehen davon, dass Serien ältere Frauen sichtbar machen, haben ihre Protagonistinnen vor allem eines gemeinsam: Macht. Diese setzen sie rücksichtslos ein, um sich vom altmodischen Anspruch zu befreien, als Frauen immer nett und angepasst sein zu müssen.

Annalise Keating, die Staranwältin und Professorin aus «How to Get Away with Murder» treibt die Unverfrorenheit auf die Spitze, wenn sie ihren Studenten dabei hilft, den Mord an ihrem Ehemann zu vertuschen. In den meisten Szenen entscheidet kühle Berechnung über Annalises Handeln, nur im Privaten lässt sie eine Verletzlichkeit zu, die ihre Figur so vielschichtig macht und zeigt, wie kaputt sie eigentlich ist. Annalise wird verkörpert von der Afroamerikanerin Viola Davis, die dreimal für einen Oscar nominiert war, in Hollywood aber trotzdem immer nur Nebenrollen bekam.

Diversität ist essenziell in Serien

Während Hollywood biografische Stoffe braucht, um Menschen unterschiedlicher Ethnien als Paar zu zeigen, wie momentan das Drama «Loving», sind solche Paare in Serien selbstverständlich. Nicht nur Annalise hat einen weissen Ehemann, auch die Protagonistin aus «Scandal» (seit 2012) hat eine Affäre mit ihrem weissen Chef, dem amerikanischen Präsidenten. Und nicht für einen Moment fallen diese Paare auf. Beide Protagonistinnen wurden von der afroamerikanischen Drehbuchautorin und Produzentin Shonda Rhimes kreiert, der Macherin von «Grey’s Anatomy» und der neuen Serie «The Catch». Rhimes ist zurzeit die mächtigste Frau im Seriengeschäft. Danach gefragt, warum ihre Protagonistinnen so stark und vielschichtig seien, antwortete sie: «Weil ich keine dummen, schwachen Frauen kenne.» 

Immer häufiger schreiben sich Frauen, wie jetzt Pamela Adlon, ihre Rollen gleich selber auf den Leib. Das bekannteste Beispiel ist «Girls» von Lena Dunham. Interessanter, trauriger und boshafter ist die BBC-Serie «Fleabag» von Phoebe Waller-Bridge. Die 31-jährige Londonerin schuf darin eine moderne Antiheldin der Grossstadt, die an ihrem gebrochenen Herzen, ihrer Familie und ihren psychischen Problemen zu scheitern droht. Komik und Tragik liegen immer nahe beieinander. Als ihr Freund ihr mitteilt, dass er sie verlässt, sagt sie: «Das hast du gerade so poetisch gesagt, du solltest das aufschreiben.» Worauf er tatsächlich sein Notizbuch zückt und den Satz festhält, bevor er seinen dramatischen Abgang inszeniert.

Dass das Fernsehen die interessanteren Frauenrollen zu bieten hat, liegt erstens an der grossen Anzahl der Fernsehserien. Seit Erfindung des Breitband-Internets kommen immer neue Streaming-Dienste dazu, die häufig auch eigenes Material anbieten wollen, weil das Geld und Ehre bringt. Weil sie dafür herausstechen müssen, hat uns das grossartige Serien beschert wie «Transparent» über eine transsexuelle Frau im Seniorenalter und ihre Beziehungen zu Kindern und Ex-Frau. Zweitens verdienen Frauen immer mehr Geld, was sie für Werber und Bezahlsender interessanter macht. Drittens haben Studien gezeigt, dass Frauen häufiger fernsehen als Männer und innerhalb der Familie öfter das Fernsehprogramm bestimmen. Und schliesslich: Seit Frauen wie Oprah Winfrey, Shonda Rhimes und Jenji Kohan («Weeds» und «Orange Is the New Black») mehr Einfluss haben, können sie sich auf das konzentrieren, was sie interessiert: komplexe Rollen für Frauen.

Shonda Rhimes 

Die 47-jährige dreifache Mutter wurde vom «Time-Magazin» zweimal zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt gewählt. Mit ihrer Firma ShondaLand produziert sie Serien, die in 250 Ländern in 67 Sprachen laufen. Mit afroamerikanischen, asiatischen und homosexuellen Figuren erhöht sie die Sichtbarkeit von Minderheiten. 

Die neuen Serien mit Frauen 

Viel Starpower 

In den USA laufen drei grossartige Serien an: «The Big Fight» handelt nach «The Good Wife» von Alicia Florricks viel interessanterer Vorgesetzter Diane Lockhart. Als Opfer eines Finanzschwindels baut sich diese eine neue Existenz auf. Die Miniserie «Big Little Lies» blickt ins Innere von weissen Mittelstandsfamilien. Reese Witherspoon, Nicole Kidman und Shailene Woodley müssen sich kritischen Müttern stellen und nach einem Mord auch der Polizei. «Feud» behandelt die legendäre Fehde zwischen den Hollywood-Diven Bette Davis (Susan Sarandon) und Joan Crawford (Jessica Lange) während der Dreharbeiten zu «What Ever Happened to Baby Jane». Murièle Weber